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Deuteranopie (Grünblindheit) erklärt ᐅ Neue Brille hilft!

Tim Ibald   •     •   5 minute read

Deuteranopie: Grüner wird´s nicht 

Als Deuteranopie wird die Grünblindheit bezeichnet, eine genetisch bedingte Farbfehlsichtigkeit. Betroffenen können dabei die Farbe Grün nicht wahrnehmen. Es handelt sich um eine Form der Rot-Grün-Blindheit. Liegt hingegen nur eine Schwäche der Grün-Wahrnehmung vor, spricht man von einer Deuteranomalie.

Das solltest du über Deuteranopie unbedingt wissen:

Bei der Deuteranopie gibt es im Auge keine Sinneszellen für die Wahrnehmung der Farbe Grün. Das Farbspektrum grünblinder Menschen setzt sich hauptsächlich aus den Farben Rot und Blau zusammen.

  • Eine echte Farbenblindheit ist äußerst selten, meist liegt nur eine Reduzierung der Intensität in der Wahrnehmung vor.
  • Es sind deutlich mehr Männer als Frauen von dieser Fehlsichtigkeit betroffen.
  • Die Deuteranopie liegt immer auf beiden Augen.
  • Eine Grünblindheit ist angeboren und verschlechtert sich nicht im Laufe eines Lebens.
  • Unsere Brille für Farbenblinde von Colordrop verspricht Hilfe

Grünblindheit betrifft hauptsächlich Männer

Von einer Deuteranopie sind hauptsächlich Männer betroffen. 0,01 % der Frauen leiden unter der Grünblindheit, hingegen etwa 1 % der Männer. Wesentlich häufiger tritt die Deuteranomalie, die Grün-Sehschwäche, auf. Hier trifft es 0,35 % der Frauen und 5 % der Männer. Die ungleiche Verteilung der Farbfehlsichtigkeit hat mit unseren Chromosomen zu tun.

Das verantwortliche Gen liegt nämlich auf dem X-Chromosom. Frauen haben davon zwei, im Gegensatz zum Mann. Liegt ein Defekt vor, kann das zweite X-Chromosom einspringen und eine Fehlfunktion kompensieren. Diese Möglichkeit haben Männer nicht und sind folglich häufiger von einer Farbfehlsichtigkeit betroffen. Bei Frauen müssten beide Chromosomen das defekte Gen enthalten, um eine Deuteranopie auszubilden.

Kannst du plötzlich grünblind werden?

Die Deuteranopie ist erblich bedingt. Du kommst schon grünblind zur Welt und nimmst alles Grüne eher grau wahr. Aber oft dauert es sogar einige Jahre, bis diese Farbfehlsichtigkeit auffällt. In seltenen Fällen können Schädelverletzungen, Tumore oder neurologische Erkrankungen dazu führen, dass es zu einer Störung der Sinneswahrnehmung kommt und Farben nicht wie gewohnt verarbeitet werden. Aber dabei handelt es sich nicht um eine Deuteranopie im eigentlichen Sinne.

Denn ihre Ursache ist im Auge zu suchen, genauer: auf der Netzhaut. Dort ermöglichen Photorezeptoren, dass du überhaupt sehen kann. Die sogenannten Stäbchen ermöglichen ein Sehen auch in der Dämmerung und die Zapfen sorgen für ein farbiges Bild, das sich letztendlich im Gehirn zusammensetzt. Gesunde Menschen verfügen über drei Zapfentypen: rot, grün und blau. Jeder Zapfen fängt Licht einer bestimmten Wellenlänge auf. Funktioniert nun einer dieser Zapfen nicht, liegt eine Farbenblindheit vor.

Warum kannst du Grün nicht sehen, aber Blau?

Das menschliche Auge ist in der Lage, Millionen Farbnuancen zu unterscheiden. Jede noch so kleine Mücke unserer Umgebung reflektiert Licht, das in unser Auge fällt. Im Auge trifft es auf die Netzhaut, wo die Lichtreize über den Sehnerv ans Gehirn weitergeleitet werden. Das Licht fällt in unterschiedlicher Wellenlänge in unser Auge und stimuliert dadurch auch jeweils andere Zapfen. Rote Zapfen reagieren auf langwelliges Licht, grüne auf mittelwelliges und blaue auf kurzwelliges.

Die Zapfen setzten bestimmte Prozesse in Gang und geben dem Gehirn die Info: Hier kommt etwas Rotes. Ist nun einer dieser Zelltypen defekt, spricht man von einer Farbenblindheit. Das kann eine Rotblindheit (Protanopie), eine Blaublindheit (Tritanopie) oder auch die Grünblindheit (Deuteranopie) sein, je nachdem welche Zapfen nicht funktionsfähig sind. Werden die Farben hingegen wahrgenommen, allerdings stark eingeschränkt, liegt eine Farbschwäche vor. In dem Fall sind die entsprechenden Zapfen zwar in der Lage, ihren Job zu tun, aber nicht in vollem Umfang.

So wird eine Deuteranopie (Grünblindheit) festgestellt

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Farbfehlsichtigkeit lange unbemerkt bleibt. Für die Betroffenen ist ja normal, was sie sehen, schließlich kennen sie die Welt seit ihrer Geburt nicht anders. Liegt jedoch eine Farbenblindheit einer – vielleicht sogar zwei oder drei – Farben vor, wird das meist im Kindergarten festgestellt. Abgesehen von den mittlerweile gängigen Tests, die die Kompetenzen der Kinder auf ihre Altersentsprechung prüfen, werden Erzieher bald aufmerksam, wenn das Kind wahllos Stifte greift, obwohl es doch den grünen nehmen soll.

Wer sich Klarheit über sein Farb-Sehvermögen wünscht, sollte einen Test beim Optiker oder beim Augenarzt machen. Nur sie können zweifelsfrei feststellen, ob eine Deuteranopie vorliegt. Mithilfe der bunten Ishihara-Tafeln, auf denen bunte Kreise unterschiedlicher Farben Symbole oder Zahlen verstecken, die nur Normalsichtigen sofort ins Auge springen, kann ein erster Verdacht bestätigt werden. Die bunten Bilder beruhen auf der Fähigkeit, Farben klar voneinander unterschieden zu können.

Diese Tests werden bei Deuteranopie durchgeführt

Sicherheit bringt dann das Anomaloskop beim Augenarzt. Hierbei sieht der Patient durch ein Rohr auf einen halbierten Kreis, wobei beide Hälften verschiedenartig aussehen. Mithilfe von Drehrändern soll dabei versucht werden, die Farbintensität aneinander anzupassen. Gesunden Menschen bereitet das keine Mühe. Wer aber eine Farbfehlsichtigkeit hat, bei der Farben schlecht voneinander abgegrenzt werden können, kommt hier schnell ins Schleudern. Das gilt insbesondere für Grünblinde, denen das komplette Grünspektrum in Grauschattierungen erscheint.

Neben den pseudoisochromatischen Ishihara-Tafeln und dem Anomaloskop, kann eine Deuteranopie auch mit Farblegetests diagnostiziert werden. Bei den Farnsworth-D15-Test sind Patienten aufgefordert, Hütchen oder Chips farbig zu sortieren. Für Kinder wurde der Color-Vision-Testing-Made-Easy-Test entwickelt, der mit simplen Symbolen arbeitet wie Kreisen oder Sternen. In der Regel wird er bei jedem Kind spätestens vor der Einschulung einmal durchgeführt.

Und was hilft jetzt bei Grünblindheit?

Eine Deuteranopie kann nicht therapiert werden, es handelt sich immerhin um einen genetischen Defekt. Aber die meisten Menschen beeinträchtigt die Grünblindheit nicht, auch wenn wir als Normalsichtige das spontan vermuten. Aber wenn man es nicht anders kennt, kann man Grün auch nicht vermissen. Schade ist es nur für alle Betroffenen, für deren Berufswunsch die Farbenblindheit hinderlich werden kann. Wer beruflich Fahrzeuge führen möchten, ob Bagger, Schiffe, Busse, Flugzeuge oder Feuerwehrautos: Das ist zu gefährlich. Auch Berufe, für die Farben elementar sind – wie Blumenhändler, Friseur oder Verkäufer –kommen leider nicht infrage.

Und was ist mit unserer innovativen Brillen für Farbenblinde?

Um funktionieren zu können, muss eine gewisse Anzahl an Photorezeptoren im Auge vorhanden sein. Andernfalls kann die Netzhaut die Farbinformation nicht verarbeiten. Wer lediglich von einer Farb-Sehschwäche betroffen ist, wird mit der Spezialbrille erstaunliche Ergebnisse erzielen. Für Menschen mit einer Rot-Grün-Schwäche können durch speziell beschichtete Brillengläser die Kontrastfarben intensiviert werden, indem ein Teil des angrenzenden Farbspektrums herausgefiltert wird. Dadurch ist wieder eine Unterscheidung der beiden Farben möglich und sie werden optisch besser voneinander abgegrenzt.

  • Das heißt - Probiere unsere Farbenblinden Brille von Colordrop aus. Du kannst das Gehirn trainieren wieder Farben zu erkennen. Nur kleine Erfolge sind für Betroffene in der Regel sehr gut. Dazu bieten wir ein 30 Tage Rückgaberecht an.